Dr. Joram Luttenberger

Liebe Gemeindeglieder,

mein Name ist Joram Luttenberger. Ich bin 49 Jahre alt und habe zwei Kinder.

Meine Tochter ist 21 Jahre alt und studiert in Konstanz, mein Sohn ist 17 Jahre alt und geht noch zur Schule. Wir sind sehr mit Finnland verbunden, da ein Teil unserer Familie dort lebt.

Nach einer beruflichen Ausbildung zum Facharbeiter für Schweißtechnik und einigen berufspraktischen Jahren führte mich mein Weg in den Bereich der Theologie.

In diesem Metier habe ich dann über das Studium der Theologie, die Tätigkeit als wissenschaftlicher Mitarbeiter und eine Promotion in der neutestamentlichen Wissenschaft hinaus, in verschiedener Weise und an verschiedenen Orten in der Universität und anderen theologischen Ausbildungsstätten gearbeitet. Wichtig sind mir die Exegese des Neuen Testamentes und seine Zeitgeschichte sowie die Theologie Luthers und Bonhoeffers.

In all den Jahren ist der kirchliche Dienst stets im Blick geblieben. Gemeindliche Aufgaben waren immer Teil meiner Tätigkeiten und so ist der Wunsch, in den Gemeindedienst gehen zu dürfen, wach
geblieben.

Die Verkündigung des Evangeliums und der kulturprägende Bildungsauftrag der Kirche Jesu Christi liegen mir am Herzen. In einer mehr und mehr säkularisierten Gesellschaft, in der der Glaube an Gott schwindet, möchte ich authentisch und engagiert für die Menschen da sein und die frohmachende Perspektive des christlichen Glaubens mit den verschiedenen Möglickeiten des Pfarrberufes vermitteln.

Der Gottesdienst, durchaus in ganz verschiedenen Formen, Seelsorge, Besuche und die persönliche Begegnung mit Menschen über den Gemeindebereich hinaus sind mir dabei besonders wichtig.

Ab 1. Januar 2018 bin ich als Pfarrer im Entsendungsdienst in ihren Gemeinden. Mir liegt dabei an einem offenen, vom Gespräch getragenen gemeinsamen Leben und Arbeiten, denn Gemeinde kann nur gemeinsam mit den ihr anvertrauten Gaben fruchtbar werden und Salz der Erde sein.

Ich freue mich auf diese Zeit, die Dienste und Begegnungen sowie allen Austausch. Kommen Sie gern auf mich zu, wenn Sie mehr wissen möchten.

Mit herzlichen Segenswünschen

Joram Luttenberger

Friedrich Reinhard Becker

Mit Trauer im Herzen aber ebenso einem lächelnden Auge nehme auch ich, genau wie viele ältere Sieversdorfer, Abschied von Bruder Becker.

Hatte ich doch das Glück, Pfarrer i. R. Friedrich Reinhard Becker während der Sanierungsarbeiten 2002 bis 2005 in und an der Sieversdorfer Kirche mehrfach zu erleben. Beim Interpretieren des früheren Innenraumes der Kirche konnte Bruder Becker viele hilfreiche Erinnerungen einbringen.

Während seiner Dienstzeit in Sieversdorf in den 1950er Jahren war der Innenraum der Kirche umfangreich umgebaut worden. Auch zur Herkunft des heutigen mittelalterlichen Altares, der gerade in diesem Jubiläumsjahr der Reformation als ein Relikt der Reformationsgeschichte gern und viel bestaunt wird, konnte er ausführlich berichten. Fand der Altar doch unter seiner Regie in Sieversdorf eine neue Heimat. Gern denke ich an seine humorvolle Rede im August 2005 anlässlich der Wiedereinweihung der Kirche.

Pfarrer i. R. Becker war in den 1950er Jahren Pfarrer in Sieversdorf und Petersdorf und anschließend noch viele Jahre in der Pfarrstelle der St. Georg-Gemeinde in Frankfurt (Oder) bevorer im Konsistorium der Landeskirche bis zu seinem Ruhe stand Dienst leistete.

Ich habe Bruder Becker als einen aufrechten, wahrhaftigen und sehr humorvollen Christen erlebt. Bis ins hohe Alter strahlte der Oberkonsistorialrat i. R. Präsenz und Respekt aus, wie es heute nur noch selten erlebbar ist. Ich bete, bin mir aber auch sicher, dass der Himmlische Vater seiner armen Seele gnädig ist und sie aufnimmt in sein ewiges Reich. Gleichermaßen bete ich für die Tröstung seiner Angehörigen und lade alle, die Pfarrer Becker kannten ein, in das Gebet mit einzustimmen.

Frank Schütte

Traueranzeige MOZ 22.2.2017

Reinhard Becker wurde am 7. September 1921 in Berlin geboren. 1946 begann er mit dem Theologiestudium. Humanistisch gebildet (er hatte als Schüler das humanistische Gymnasium besucht), kriegs- und leiderfahren und theologisch gut gerüstet begann Reinhard Becker seine Tätigkeit als Pastor.
Sieversdorf war seine erste Pfarrstelle. Danach war er von 1958-1972 Pfarrer in St. Georg in Frankfurt (Oder) und wurde 1972 ins Konsistorium berufen.
Die Familie (mit fünf Töchtern) hatte immer ein offenes Pfarrhaus. Als Oberkonsistorialrat setzte sich Pfarrer Becker beonders für die Jugendarbeit ein.
Er war immer zur Stelle, wo Rat und Unter stützung gebraucht wurden.

Quelle: Die Kirche vom 30.4.2017