Herzliche Grüße von Haus zu Haus

Liebe Leserin, lieber Leser,

Ihr, die ihr Gott verehrt, kommt alle her! Ich muss euch erzählen, was er für mich getan hat! (Psalm 66,16).

Ja, kommt alle her! Besser könnte ein Einladungstext nicht formuliert sein.
Ihr, die ihr Gott verehrt, kommt alle her!

Frankfurt und Słubice – diese beiden Städte, getrennt und verbunden durch die Oder, laden gemeinsam ein zu den Christlichen Begegnungstagen, zu einem internationalen Kirchentag, in dessen Mittelpunkt der Austausch über Glaube und Nächstenliebe steht.

Und die Verbundenheit, die wir als protestantische Christen in Mitteleuropa untereinander spüren. „Nichts kann uns trennen!“ steht über diesen Tagen des Miteinander, zu denen sich bereits etwa 1200 Menschen angemeldet haben. Und dieses Motto spricht vielen aus dem Herzen. Denn es widerspricht all denen, die das Trennende zum Programm machen.

Wir mögen unterschiedliche Sprachen sprechen, uns in unseren Lebenskonzepten unterscheiden oder in dem, wie wir Probleme lösen. Aber in einem Punkt unterscheiden wir uns nicht: in unserem Glauben an Jesus Christus und darin, dass wir alle uns als Kinder Gottes verbunden fühlen können. Und wir können uns austauschen, voneinander lernen, einander verstehen lernen.

„Ich muss euch erzählen, was er für mich getan hat“. Auf mehr als 150 Veranstaltungen wird es dazu Gelegenheit geben: bei Gottesdiensten und Andachten, bei Konzerten und Vorträgen; beim Abend der Begegnung, bei der Tafel der 4000 oder beim Kinder- und Jugendprogramm im Kleistforum. Und bei vielem mehr.

Das Bild auf unserem Gemeindebrief zeigt einen Blick aus der ehemaligen Frankfurter Dammvorstadt auf die alte Oderbrücke. Klein und zerbrechlich erscheint sie und dem sehr bewegten Oderstrom kaum gewachsen. Und doch hat sie eine große Bedeutung.
Denn die heutige Brücke verbindet eine Zwillingsstadt, sie verbindet heute zwei Länder und schlägt eine Brücke weiter in den Osten Europas. Damit wird sie zum Symbol für die Christlichen Begegnungstage. Denn sie erinnert daran, wie wichtig es ist, Brücken zu schlagen, Wege offen zu halten und Begegnungen herbeizuführen. Auch und gerade in den Zeiten, in denen wir leben. Am Freitag, den 7. Juni beginnen die Christlichen Begegnungstage um 18 Uhr mit einem Gottesdienst auf der Hauptbühne am Brunnenplatz. Daran schließt sich auf der Oderpromenade ein „Abend der Begegnungen“ an. Einen Höhepunkt dabei wird es gegen 21.45 Uhr geben.
Dann nämlich wird ein Künstler auf einer Slackline (dünnes Kunstfaserband) über die Oder balancieren. Ein weiteres Symbol: Über das Trennende, über den Fluss hinweg wird Verbundenheit geschaffen. So wie es sicher auch die Christlichen Begegnungstage tun werden.

Ihr, die ihr Gott verehrt, kommt alle her!

Ihre Diakonin Kristin von Campenhausen