Herzliche Grüße von Haus zu Haus

Zitat

Ich singe dir mit Herz und Mund,
Herr, meines Herzens Lust.
Ich sing und mach auf Erden kund,
was mir von Dir bewusst.

Ach Herr, mein Gott, das kommt von dir,
du, du musst alles tun,
du hältst die Wach an unsrer Tür und
lässt uns sicher ruhn.
(Paul Gerhardt, 1653)

Natürlich wissen Sie es. Aber haben Sie auch schon einmal daran gedacht, in was für einer großartigen Gegend wir leben?

Unser Land ist vom Wechsel der Jahreszeiten geprägt. Frühling, Sommer, Herbst und Winter – jede Zeit hat ihre Reize. Im vergangenen Winter konnte man über den Müllroser See laufen. Jetzt blühen die Adonisröschen an den Oderhängen. Wir beobachten den Zug der Vögel, die im Herbst das Land verlassen, im Frühjahr zurückkehren.

Paul Gerhardt jedenfalls, der wohl größte protestantische Liederdichter, lässt seiner Begeisterung in seinen Liedern freien Lauf. Er kommt ins Schwärmen. Er jubelt und betet und singt über das, was doch eigentlich alltäglich ist. Und er lädt damit noch heute unzählige Menschen ein, mit ihm zu jubeln und zu singen und zu beten für das, was alltäglich ist. Wenn die Vögel in Gärten, Feldern und Wäldern mitsingen, unterstreicht das nur, wie großartig Gott die Welt geschaffen hat. Alles kommt von ihm.

Wie verändert sich die Welt, in der wir leben, wenn wir Alltägliches als Geschenk annehmen und nicht als Selbstverständliches? Wie reich wird meine Welt, wenn mein Singen und das Singen der Vögel mehr sind, als beliebige Schallwellen, sondern Ausdruck einer Lebenshaltung: eines
Lebens voller Erfüllung durch Gott?

Also: singen wir. Zu Hause, im Gottesdienst, auf dem Kirchentag, in Berlin und Wittenberg …

Ihr Pfarrer

singt mit!