Herzliche Grüße von Haus zu Haus

Zitat

Liebe Leserin, lieber Leser,

allmählich zieht der Frühling ins Land, belebt unsere schöne Region. „Im Märzen, der Bauer die Rösslein einspannt …“ So singen wir in dem alten Frühlingsvolkslied.

Unsere Bauern wissen, wie wichtig der Tau für die junge Saat ist. Die Bibel nimmt das Bild vom Tau auf. In Psalm 110, Vers 3 heißt es von Gott: „Deine Kinder werden dir geboren wie der Tau aus der Morgenröte!“

Geburt, Kinder, Tau, Morgenröte jedes Wort für sich eröffnet eine Lebens intensität, der man lange nachsinnen kann.

Zu allererst geht es aber um den Tau. Im Psalm steht er für die Geburt der Kinder Gottes. Der Tau – ein sehr schönes Bild. Gehen wir diesem Bild ein wenig nach:

Tau kommt still und leise, ja unmerklich. Tau kommt ungehindert und selbst im heißesten, dürren Sommer. Tau kommt von oben. Der Mensch kann ihn nicht erzwingen! Tau ist erquickend. Er benetzt die Pflanzen und sichert das Überleben selbst in dürren Zeiten.

Liebe Gemeinde, der Tau fällt auch heute. Der Tau kommt auch weiterhin ungehindert. Das kann uns
Mut und Hoffnung geben, für die Landwirtschaft aber vor allem auch für unsere Kirche.

Es gibt nur eine Wetterkonstellation, bei der der Tau ausbleibt, dann, wenn es am Morgen regnet.

Wünschten wir uns für unsere Kirche nicht auch manchmal wieder einen Regen? Martin Luther sagte einst, Gottes Segen ergeht wie ein großer Platzregen, wenn es nicht hier regnet, dann regnet es irgendwo anders auf der Welt.

Wir sind keine Regenmacher, können und sollen es nicht sein. Aber wir können um den Regen bitten und mit Luther gesprochen hoffnungsfroh die Eimer aufstellen, um das Regenwasser aufzufangen, wenn dann der Regen kommt.

Ihr Pfarrer Dr. Joram Luttenberger