Herzliche Grüße von Haus zu Haus

Zitat

Liebe Leserin, lieber Leser,

Ein sehr heißer, beinahe an Dürre grenzender Sommer neigt sich dem Ende zu.

Dennoch erscheint es vielen in unserer Zeit der überbordenden Regale von Supermärkten als selbstverständlich, dass wir Nahrung und vermeintlich alles in der Hand haben, auch uns selbst. „Warum soll ich denn für das Essen danken? Ich hab es
mir doch selbst erarbeitet!“, sagte einmal jemand nach dem Tischgebet zu mir.

Aber kein Mensch hat sich das Leben mit seinen Möglichkeiten selbst gegeben und kein Mensch vermag auch nur ein Körnchen Getreide zum Wachsen zu bringen. Wir stehen völlig in der Hand Gottes, der uns das Leben schenkt, der das Korn auf den Feldern reifen und es regnen lässt.

„Wir pflügen und wir streuen den Samen auf das Land, doch Wachstum und Gedeihen
liegt in des Himmels Hand.“

Wo Gottes gütige Gabe nicht mehr erkannt wird, geht die Dankbarkeit verloren. Es gilt also: Danket dem Herrn, denn er ist freundlich. Als Kirche Jesu Christi wissen wir da rum und wollen Gott neu mit Herzen, Mund und Händen danken. Dank hält uns wach, er lässt uns in unserem Leben offene Augen haben für all das, was Gott uns schenkt.

Dank erfüllt unser Herz mit Freude auch dann, wenn wir mit Dietrich Bonhoeffer beten können: „Lob und Dank sei dir für alle deine Güte und Treue in meinem vergangenen Leben. Du hast mir viel Gutes erwiesen, lass mich nun auch das Schwere aus deiner Hand hinnehmen. Du wirst mir nicht mehr auferlegen als ich tragen kann. Herr, was dieser Tag auch bringt, dein Name sei gelobt!“

Ihr Pfarrer Dr. Joram Luttenberger