Herzliche Grüße von Haus zu Haus

Zitat

Liebe Leserin, lieber Leser,

Da sie vom rechten Weg abwichen, sind
sie in die Irre gegangen … (2 . Petr 2, 15)

Es gibt viele Wege in dieser Welt, letztlichkann man nur einen gehen und es ist wichtig, dass er ans Ziel führt und nicht in
die Irre leitet.

Wie sich die Lebenswege auch darstellen, wir dürfen die Erfahrung der Emmausjünger teilen (Lukas 24, 13-34). Sie gehen keinen leichten Weg. Es ist ein schwerer Weg nach der Erfahrung eines schweren Verlustes am Karfreitag. Es ist nicht klar, wohin er führen wird.

Da trat ihnen gerade auf diesem Weg jemand zur Seite, den sie zuerst gar nicht richtig wahrnahmen. Unbemerkt wurden sie auf ihrem Weg vom auf erstandenen Christus begleitet. Er hatte sich zu ihnen gesellt, als sie sich traurig auf den Weg machten. In ihrer Traurigkeit erkannten sie ihn nicht, bemerkten nicht, dass er es war, der an ihrer Seite ging. Aber seine Nähe, die Gemeinschaft tat ihnen gut und sie wurden wieder froh. Darum bitten sie ihn, bei ihnen zu bleiben, und er bleibt.

Wir dürfen wissen, auch auf unserem Lebensweg haben wir ihn als Begleiter. Das Osterfest hat es neu deutlich gemacht: Der Auferstandene ist uns näher, als wir oft meinen, und er war uns näher, als wir dachten. Nicht nur dort, wo der Glaube Ihn bewusst erfasst, ist Jesus Christus gegenwärtig. Es kann sein, der Glaube entdeckt erst lange danach: Er, Christus war auf meinem Weg ja immer dabei, auch wenn ich es nicht erkennen konnte, wenn ich es nicht gesehen habe. Er war dabei und ging den Weg mit.

Vielleicht haben wir es öfter unerkanntermaßen mit Ihm zu tun, als es uns bewusst ist. Glauben bedeutet, sich festmachen in der Beständigkeit Gottes, gründen in dem, der im Wandel der Zeiten verlässlich bleibt und Stabilität in den wechselnden Stürmen des Lebens verleiht. Glauben heißt auf dem Weg verbunden sein mit dem, der bleibt, wenn allem anderen, allem vermeintlich Mächtigen in dieser Welt die Puste ausgeht.

Ich bin der Weg und die Wahrheit und das Leben, sagt Jesus im Johannesevangelium (Joh 14, 6). Er ist kein Irrweg sondern führt uns an Ziel.

Eine gesegnete sommerliche Zeit wünscht Ihnen

Ihr Pfarrer Dr. Joram Luttenberger